Fritz Mosonyi

S/4HANA-Umstellung – die ersten Schritte!

Fritz Mosonyi | April 8, 2022

s4HANA transition

Vor Kurzem war das Rev-Trac-Verkaufsteam auf der SAP TechEd in Las Vegas. Bevor es wieder nach Hause ging, nahmen wir die Konferenzsitzungen in Augenschein. Ohne Frage: Neben der SAP S/4HANA-Umstellung oder Cloud-Lösungen spielten andere Themen kaum eine Rolle.

Sollte das vor unserer Ankunft noch nicht klar gewesen sein, so wurde es spätestens während unserer Teilnahme an der einen oder anderen Sitzung deutlich. S/4HANA war das Thema des Tages. Es dominierte sogar die Cloud-Sitzungen.

Obwohl S/4HANA ein heißes Thema war, ergeben zahlreiche aktuelle Umfragen, dass bis zu 50% aller SAP-Kunden noch keine festen Migrations- und Zeitpläne haben. Daher drängte sich die Fachwelt auf der TechEd, um sich Ihre S/4HANA-Strategien bestätigen zu lassen oder um die Informationen einzuholen, die sie brauchen, um mit der Planung ihrer Umstellung zu beginnen.

Der Weg zur Umstellung

Wir kennen die drei möglichen Umstellungsansätze – Greenfield, Brownfield und Bluefield. Aus den Rückmeldungen der Rev-Trac-Kunden geht hervor, dass sich die meisten mittelständischen bis großen Unternehmen offenbar für den Brownfield oder den Bluefield-Ansatz entscheiden.

Beim Brownfield- oder Bluefield-Ansatz umfasst der Umstellungsprozess (gekürzt betrachtet) die folgenden Schritte:

  • Abschätzung des mit der Umstellung einhergehenden Aufwands
  • Entfernung des Codes, der nicht Teil der Umstellung ist
  • Kompatibilitätsprüfung des Codes
  • Reparatur des nicht kompatiblen Codes
  • Leistungsoptimierung des kompatiblen Codes

Unter Umständen haben Sie auch schon die Folie über den SAP-Zweiphasen-, Mehrstufenprozess gesehen, in dem diese Maßnahmen berücksichtigt sind.

Mit dem Code beginnen

SAP empfiehlt, den benutzerdefinierten Code und den SAP-Standardcode mindestens 12 Monate lang entweder mit SCMON/SUSG oder UPL zu überwachen. So können Sie bereits jetzt damit beginnen, die Umstellung vorzubereiten, selbst wenn Sie bzw. Ihre SAP-IT-Mitarbeiter noch nicht sicher sind, wie Ihr Plan aussehen soll.

Ganz gleich, für welchen Zugang Sie sich bei Ihrer S/4HANA-Migration auch entscheiden, werden Sie nicht umhinkommen, den Code in letzter Konsequenz zu bereinigen. Dann wird es darauf ankommen, zu wissen, was Sie behalten und was Sie verwerfen sollten.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zur Umstellung

Darüber zu entscheiden, welcher Code mitgenommen werden soll und welcher nicht migriert wird, ist nur ein erster Schritt. Herrscht über den Prozess einmal Klarheit, stehen als Nächstes Entscheidungen in Sachen Beseitigung und Kompatibilität an.

Im Rahmen der TechEd haben wir unter anderem vernommen, dass die SAP-Tools, die diesen Prozess unterstützen, besser geworden sind. Wenn Sie also mit Ihrer S/4HANA-Umstellung ein wenig hinterherhinken, ist das langfristig betrachtet vielleicht sogar besser so.

ABAP Development Tools (ADT) für Eclipse enthalten heute etwa halbautomatische Fixes für die Code-Kompatibilität. SAP möchte diese Lösung für 80% des inkompatiblen Codes anpassen, wodurch wesentliche Zeit- und Kostenersparnisse erzielt werden sollen.

Darüber hinaus haben viele Systemintegratoren (SI) ihre eigenen Tools entwickelt. Wir erwarten uns daher, dass der Prozess mit der Zeit immer einfacher wird.

Die Bewältigung des Wandels

Obwohl dieser Umstellungsprozess auf den ersten Blick simpel erscheint, ist die Menge an Code, mit der zeitgleich hantiert werden muss, enorm. Manches wird sich in der Phase der Behebung von Kompatibilitäts-Problemen, mehr aber noch in der Optimierungsphase wiederholen. Die Reihenfolgen im Auge zu behalten und zu steuern, kann für die SAP-IT-Teams eine Herausforderung darstellen.

Bei der Umstellung auf S/4HANA, wird die Verwaltung von Funktionalitäten als einzelne Code-Einheiten immer komplexer. Besser ist es, die Code-Gruppen mittels WRICEF oder entsprechend ihrer Gesamtfunktionalität zu verwalten.

Die Steuerung des Umstiegs auf der Anforderungsebene – wo alle verknüpften abhängigen Objekte vor der Bereitstellung getestet werden – beschleunigt Ihre S/4-Reise. Wir haben einige Kunden, die diesen Prozess durch den Einsatz von Rev-Trac Platinum vereinfacht haben.

Um die eigene S/4HANA-Umstellung zu vereinfachen, quantifizierte AGL zum Beispiel alle benutzerdefinierten Anforderungen für die zu übernehmenden Anwendungen und erstellte dann für jede davon einen Rev-Trac-Request. Da jeder Antrag transparent ist, kann AGL bei der Erstellung des neuen Systems den Verlauf und die Gründe für jede Objektänderung leicht nachvollziehen.

Für weitere Informationen darüber, wie Rev-Trac Ihnen dabei helfen kann, Ihre S/4HANA-Umstellung zu beschleunigen, besuchen Sie eine*n unserer Change-Management-Expert*innen oder fordern Sie ein Demo an.

Fritz Mosonyi

Fritz Mosonyi startete im Januar 2020 bei RSC und übernahm die Rolle des Solution Consultant für Rev-Trac in EMEA. Von Wien aus verstärkt er das Customer Success Team, um Unternehmen in der DACH-Region mit Beratungs- und Pre-Sales-Services zu unterstützen. Er verfügt über ein umfangreiches Wissen im Bereich SAP Application Lifecycle Management und ist mit mehr…
See all articles by Fritz Mosonyi