Chris Drake

Die Brownfield-Migration auf S/4HANA mit Rev-Trac: Was Sie darüber wissen müssen.

Chris Drake | November 23, 2021

Die Migration auf S/4HANA ist kein einfaches Upgrade. Es handelt sich dabei um ein erhebliches Vorhaben, das wesentliche (negative) Auswirkungen auf Ressourcen, Zeit, Budget und Geschäftskontinuität haben kann. Trotzdem ist es möglich, den Umstieg auf S/4HANA in dem vom Unternehmen gewünschten Tempo vorzunehmen, ohne dass es dabei zu Unterbrechungen im Tagesgeschäft oder ressourcenseitig zu einer Kostenexplosion kommt.

Mit dem Brownfield-Ansatz können in Ihrem Unternehmen beim Umstieg auf S/4HANA Kosten gesenkt und Unterbrechungen minimiert werden. Wenn Sie Ihr bestehendes ECC 6.0-System (oder eine andere Version) weiterhin einsetzen, historische Daten speichern und rasch auf S/4HANA umstellen wollen, dann ist der Brownfield-Ansatz wohl die beste Option für Sie.

Bei einer Brownfield- oder Systemkonvertierung können SAP-IT-Teams den Umbau der SAP-Landschaft mit einer Konsolidierung aller SAP-bezogenen Systeme und Verfahren kombinieren. Dieser Ansatz ist weniger kostspielig, da er auf vorhandenen Funktionen und Anwendungen aufbaut. Diese müssen nämlich nicht von Grund auf neu entwickelt, sondern lediglich bei Bedarf angepasst werden. Der Brownfield-Ansatz umfasst eine Softwareaktualisierung, einige Datenumwandlungen und die Anpassung von Geschäftsprozessen.

Was ist ein Brownfield-Ansatz?

Bei einer Umstellung auf S/4HANA müssen die SAP-IT-Teams die Legacy-ECC-Umgebung noch für längere Zeit pflegen. Wie lange das erforderlich sein wird, hängt von den verfügbaren Ressourcen ab sowie vom Tempo, mit dem Sie Änderungen anstreben.

Bei einem Brownfield-Ansatz werden bis zur Umstellung zwei Landschaften bereitgestellt: N und N+1. Mit Ausnahme der Produktion müssen alle Systeme von den SAP-IT-Teams dupliziert werden. Die so duplizierten Systeme (N+1) werden auf S/4HANA aktualisiert, während die ursprünglichen Entwicklungs- und QA-Umgebungen (oder N) wie gewohnt weiterlaufen, um eine Unterbrechung des laufenden Betriebs zu minimieren.

Durch die Erstellung einer S/4HANA-Umgebung in einer separaten Landschaft reduzieren sich Risiko, Projektkosten sowie die Zeit bis zum Go-Live.

Brownfield – die Herausforderungen

Eine Umstellungsstrategie zu entwickeln, die Budgets und Fristen einhält sowie den ROI erfüllt, ist vordergründig Sache der einzelnen Unternehmen. Eine Brownfield-Umstellung indes, birgt einige gängige Herausforderungen in sich.

Erstens gelten ERP 6.0 und Unicode als Voraussetzungen für eine Umstellung auf S/4HANA. Zur Gewährleistung einer gelungenen Migration, kann es daher sein, dass Sie an Ihren Altsystemen wesentliche Änderungen vornehmen müssen. Außerdem läuft S/4HANA ausschließlich auf HANA, sodass Ihr ABAP-Code angepasst werden muss, damit Sie fehlerfrei auf die neue Datenbank zugreifen können.

Zweitens können duale Landschaften, so sie nicht effektiv verwaltet werden, die Stabilität des Produktionssystems gefährden und die Kosten in die Höhe treiben. Zum großen Teil ergibt sich das Risiko aus der Verwaltung gleichzeitiger Änderungen über parallele Entwicklungssysteme hinweg und der anschließenden Bereitstellung im selben Produktionssystem. Werden zwei Landschaften auf zwei verschiedenen Plattformen betrieben, müssen diese synchron gehalten werden, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.

Weitere Herausforderungen sind:

  • Änderungsdokumentation: Es sind riesige Mengen an Code gleichzeitig zu verwalten. Die Änderungshistorie samt der SAP-Change-Requests, Genehmigungen und Transporte sind für die Verringerung des Prüfungsaufwands entscheidend.
  • Testen: Wie gestaltet sich die Identifizierung und Verwaltung von Mängeln? Fehler können von verschiedenen Teams an unterschiedlichen Standorten bearbeitet werden, wodurch sich einerseits das Risiko und anderseits die Compliance mit gängigen Änderungspraktiken und -richtlinien erhöht. Anwendungsübergreifende Tests sind gegebenenfalls als separate Testphase vorzusehen.

Wie kann Rev-Trac helfen?

Der Geschäftsbetrieb wird nicht einfach stillgelegt, nur weil Sie eine S/4HANA-Migration vornehmen. Wird bei der Verwaltung paralleler SAP-Umgebungen primär auf manuelle Change-Management-Prozesse gesetzt, kann dies zu unbeabsichtigten Abschaltvorgängen und unverhältnismäßig hohen Projektbudgets führen.

Mit Rev-Trac Platinum – der marktführenden automatisierten SAP-Change-Management-Plattform – können Sie bestehende und neue Systeme während der Umstellung auf S/4HANA mühelos aktuell und synchronisiert halten und dadurch Ihr Geschäft absichern. Die Technologie bietet Automatisierungs-, Durchsetzungs- und Audit-Funktionen für SAP-IT-Teams, um die „zweifache Wartungsherausforderung“ zu meistern und Geschäftsunterbrechungen zu minimieren.

Was sind die wesentlichen Merkmale?

  1. Overtake and Overwrite Protection System (OOPS): Änderungen müssen bei der Migration durch die jeweiligen Landschaften vor versehentlichen Überschreibern geschützt werden, ganz gleich, ob es sich um Business as usual (BAU) – N oder S/4HANA – N+1 handelt. OOPS kann so konfiguriert werden, dass alle potenziell gefährlichen Migrationen für die meisten Anwender blockiert werden. Ebenso kann das System vor möglicherweise bedenklichen Migrationen warnen und damit das Risiko ungeplanter Ausfallzeiten senken.
  2. Objektsperre: Ungewollte bzw. unkontrollierte parallele Entwicklungen können Ihr S/4HANA -Projekt gefährden. Zeit und Geld werden für die Nachbearbeitung des Codes verschwendet, damit die für das Legacy-System geltenden Anforderungen in den S/4HANA-Build aufgenommen werden können. Mit der Objektsperre von Rev-Trac lassen sich Code-Inkompatibilitäten zwischen dem ECC- und dem neuen S/4HANA-System verhindern. Diese Funktionalität ermöglicht es den Anwendern, Änderungen in parallelen Umgebungen zu verwalten und abzugleichen, um Konflikten und Fehlern in der Reihenfolge vorzubeugen.
  3. Automatisches Klonen: Bei der Umstellung auf S/4HANA müssen SAP-Änderungen in einer bestehenden Umgebung häufig auch in der neuen Umgebung implementiert werden. Alle Rev-Trac-Requests, die in die Produktion migriert wurden, werden automatisch geklont. So entsteht ein intelligenter Arbeitsvorrat an SAP-Änderungen, der ausgewertet und gegebenenfalls in der S/4HANA-Umgebung wieder eingesetzt werden kann, was den Build beschleunigt.
  4. Änderungsdokumentation und Audit-Historie: Die Verwaltung von SAP-Änderungen über mehrere Landschaften hinweg kann zum Albtraum werden. Dies gilt insbesondere im Falle von Systemkonvertierungen, bei denen sich die Anzahl der am Projekt tätigen Teams und Mitarbeiter häufig ändert. In einem solchen Szenario können SAP-Änderungen versehentlich ausgelassen, vergessen oder nicht in der richtigen Reihenfolge transportiert werden. Rev-Trac Platinum sorgt für eine revisionssichere Dokumentation jeder Änderung, von der ursprünglichen Anfrage bis zum Go-Live.
  5. Zudem sind objektübergreifende Abhängigkeitsprüfungen erforderlich, um die Auswertung aller Abhängigkeiten im Vorfeld der Migration sicherzustellen, sodass die Transportmigration gelingt.

Die nächsten Schritte

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Rev-Trac Platinum Ihre Organisation bei der sicheren Umstellung auf S/4HANA unterstützt, laden Sie unser Whitepaper herunter: Management einer S/4HANA-Migration mit Rev-Trac.

Chris Drake

Chris trat 2007 erstmals in der Kundenbetreuung an vorderster Front in das Unternehmen ein. In dieser Rolle erlangte er ein umfassendes Wissen über die Anliegen und Prioritäten, die Kunden sowohl aus Anwender- als auch aus strategischer Sicht haben. Chris arbeitet vor Ort als Implementierungsberater und hat ein tiefes Verständnis für SAP und Change-Management, sowie für die Auswirkungen manueller Prozesse auf die Stabilität von SAP-Systemen.
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